
Bereits lebt mehr als die Hälfte der Menschen in der Stadt, und immer mehr bauen ihr Gemüse selber an, auf Dächern, Hinterhöfen und Industriebrachen. Die neuen urbanen Gärten sind Modelle für eine grünere Stadt. Honig, Hühner und frisches Gemüse findet man mitten in New York. Die Brooklyn Grange Farm ist mit 4000 Quadratmetern eine der grössten Dachfarmen der Welt. Auch auf dem Dach einer Kirche wird in kleinen Kinderbassins Gemüse gezogen. Es kommt armen Familien aus dem Quartier zugute. Unten schwimmt der Fisch, oben spriesst der Salat, in einem geschlossenen Wasserkreislauf. Aquaponics heisst das System, das Menschen in Städten mit gesundem Gemüse und Proteinen versorgt. Im Gemeinschaftsgarten «o’pflanzt is» in München ist der Boden des ehemaligen Militärgrundstückes mit Schwermetallen belastet. So wächst das biologische Gemüse in Einkaufswägen, Reissäcken oder simplen Holzkisten. Wenn das Gelände überbaut wird, kann man den mobilen Garten an einen neuen Ort bringen. Das Hilfswerk der Evangelischen Kirchen mietet in Basel Stadtgärten für Flüchtlinge. Die gewohnten Kräuter und Gemüse und die Gartenarbeit lindern das Heimweh und helfen den Flüchtlingen, sich in der neuen Heimat besser zu integrieren.