Vor fünftausend Jahren wurde der Esel domestiziert. Die letzten wilden Exemplare sind sehr selten und extrem gefährdet. Der Zoo Basel koordiniert das europäische Zuchtprogramm der Somali-Wildesel.
Vor allem rund um das Mittelmeer war der Esel unentbehrlich als Arbeitstier, aber nun hat er ausgedient. Auf Zypern gibt es Hunderte von alten Eseln, die in der Landwirtschaft nicht mehr gebraucht werden. In der Auffangstation „Donkey Sanctuary“ finden sie Asyl und werden bis ans Lebensende liebevoll gepflegt.
Wenn man für den Hausesel nicht eine neue Aufgabe findet, besteht die Gefahr, dass nicht nur einzelne Rassen aussterben, sondern dass es bald gar keine Esel mehr gibt. Die Devise heisst Erhaltung durch Nutzung. Eine Bio-Farm in Italien mit achthundert Eseln verschiedener Rassen produziert Milch, Kosmetik aus Eselmilch und Fleisch in einem geschlossenen Kreislauf. Der Mist landet auf den Feldern, dort wird Gerste angebaut, die als Futter und Stroh dient.
Esel können Trekkings begleiten, Kutschen ziehen oder als Reittiere für Kinder eingesetzt werden. Sie sind auch gute Therapeuten. In der Strafanstalt Saxerriet helfen sie Strafgefangenen, ihre soziale Beziehungsfähigkeit zu verbessern.